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    Meine Urlaubslektüre | Lesetipps

    Im Urlaub habe ich mir endlich mal wieder richtig viel Zeit zum Lesen genommen. Meine Lesetipps möchte ich gerne hier vorstellen.

    Neben der Tatsache, dass ich Bücher, die ich gut finde, gerne weiterempfehle, ist die Möglichkeit, sie zu rezensieren und hier darüber zu schreiben, für mich auch eine Chance, die für mich wichtigsten Aspekte und Punkte eines Buches festzuhalten, um mich lange daran zu erinnern. Heute gibt es deshalb drei Buchtipps von mir.

     

    Lesetipps

     

    Slow – Die Entscheidung für ein entschleunigtes Leben“ von Winfried Hille

    Dieses Buch eignet sich nicht nur hervorragend für den Urlaub, es ist auch der beste Ratgeber für ein achtsames Leben, den ich bisher gelesen habe. Ich lebe erschreckend stark in der Illusion, ich könnte viel mehr schaffen, wenn ich nur noch schneller machen würde. Die Kehrseite dieses Denkens ist, dass ich mich selber und meine Bedürfnisse aus den Augen verliere und mein Inneres rastlos, erschöpft und leer wird.

    Slow heißt […] nicht unbedingt, die Dinge, die wir tun, langsam zu tun, oder auch mal nichts zu tun. Slow heißt vor allem, dass wir das Richtige tun.“ Es ist „eine Entscheidung gegen die uns von außen auferlegten Zwänge des Lebens und für die Freiheit unserer eigenen Person“ und mehr Dinge zu erleben, „an die wir unser Herz hängen können„.

    Der Autor führt sehr gut und anschaulich in’s Thema hinein und bringt viele Beispiele, Tipps und praktische Übungen. Noch praktischer wird es in den einzelnen Lebensbereichen: Slow Walking. „Die rasante Beschleunigung im Auto, Zug oder Flugzeug kann unsere Seele nicht verkraften. Sie hat ihre ganz eigene Geschwindigkeit […] Unsere Seele braucht Zeit. […] Wenn wir unser Leben immer rasanter beschleunigen, bleibt unsere Seele zurück.Slow Loving. „Es kommt weniger auf den richtigen Partner an als auf unsere Fähigkeit, uns auf die Möglichkeiten der Liebe zu konzentrieren. […] Wir müssen achtsamer werden im Umgang mit unseren eigenen Schwierigkeiten, uns zu binden, wir müssen lernen hinzuschauen auf uns und den Partner.Slow Family & Friends. „Slow heißt: sich Zeit nehmen für einen Menschen aus der Nachbarschaft. Ihm zuhören, ihm unsere ganze Aufmerksamkeit schenken. Einfach mal so, die richtige Zeit dafür ist immer.“ Slow Food, Slow Working und Slow Travel. „Wir sollten unsere urlaubstage nicht verplanen, […] sondern offen sein für die Zufälle, die passieren, uns treiben lassen von den Ereignissen, die um uns herum passieren.

    Das Buch hat mich dazu ermutigt, mehr darauf zu achten, dass ich mir Ruhezeiten und Momente der Stille erkämpfe und mich nicht davor fürchte, etwas zu verpassen. Ich möchte mir bewusst Auszeiten nehmen, „schwänzen“, aktiv ziellos sein und zum Müßiggänger werden, um meiner Seele, meinen Träumen und Sorgen wieder mehr Raum und Platz zu geben.

     

    Buchtipp

     

     

    Das Pippilotta-Projekt – Schritt für Schritt zum beruflichen Erfolg“ von Christine Weiner und Carola Kupfer

    Zugegeben: Ohne den direkten Bezug zu den Geschichten von Pippi Langstrumpf wäre das Buch nur halb so interessant. Trotzdem war ich zunächst sehr skeptisch, was Pippilotta mit meinem beruflichen Erfolg zu tun hat. Und auch nach dem Lesen finde ich manche Vergleiche etwas „an den Zöpfen“ herbeigezogen. Trotzdem möchte ich das Buch empfehlen, denn es ist ein guter Ratgeber für Frauen und bringt (einige bekannte, aber auch neue und frische) Tipps für den beruflichen Wiedereinstieg und Erfolg.

    Die elf Kapitel können nacheinander, aber auch (je nach persönlichen Interessen) einzeln gelesen werden. Schon die Überschriften lassen den Zusammenhang mit den Pippi-Geschichten erahnen: „Präsenz mit Sommersprossen: Vorstellungsgespräche, Vorträge und Präsentationen selbstsicher meistern“ oder „Das Pferd auf der Veranda: Mit kluger Selbst-PR immer im Gespräch bleiben“. Und auch in den Kapiteln selber werden immer mal wieder kurze Passagen aus den Büchern zitiert. Da meine große Tochter Pippi liebt und mir die Geschichten bekannt sind, finde ich diese Vergleiche erfrischend. Kleine Symbole (Strumpf, Schatzkiste, Hut oder Bonbondose, die innerhalb des gesamten Lektüre beibehalten werden) weisen auf besondere Inhalte (Tipps, Fakten, Merksätze, Hintergrundwissen) hin und sorgen für eine ansprechende und abwechslungsreiche Gestaltung.

    Inhaltlich überzeugt das Buch durch eine Zusammenstellung von fundiertem Wissen und guten, umsetzbaren (manchmal etwas zu allgemeinen) Tipps. Dazu gehören Tipps zur individuellen Zielplanung nach dem SMART-Prinzip, Auswirkungen der intrinsischen und extrinsischen Motivation, die Funktionsweise des „inneren Teams“, die Technik des Elevator Pitch, Selbst-PR als Personal-Branding oder der Aufbau eines funktionierender Netzwerke. Die ersten Kapitel sind allgemein gehalten (und sind auch für die eigene Persönlichkeitsentwicklung außerhalb von beruflichen Kontexten nutzen), die hinteren sind eher für Angestellte in (größeren) Unternehmen.

    Besonders gut gefallen hat mir das Kapitel mit der Aufforderung, mir meine individuellen Besonderheiten und Merkwürdigkeiten bewusst zu machen und sie zu pflegen. Für mich bedeutet das nicht in erster Linie, eine bessere Selbst-PR machen zu können, sondern zu mir und meinen Eigenarten zu stehen und authentisch sein und leben zu können. Auch die Übung, mit der ich meinen „echten Raum“ finden und in Prüfungs- oder Vortragssituationen abrufen kann und die Tipps, um in unmotivierten und grauen Situationen neue Perspektiven zu entwickeln

     

    Erfolgs-Gedächtnis – Wie Sie sich Zahlen, Namen, Fakten, Vokabeln einfach besser merken“ von Dr. Gunther Karsten

    Dieses Buch habe ich eindeutig nicht wegen der tollen Aufmachung ausgesucht, sondern weil mein Gedächtnis ganz dringend etwas Unterstützung braucht. Zahlen und Namen kann ich mir ganz schwer merken und gerade letzteres finde ich so wichtig. Bei diesem Buch ist es außerdem nicht mit dem Lesen getan, die Arbeit – das Üben – fängt nun nämlich erst an.

    Zu den einzelnen Bereichen werden passende Methoden vorgestellt, um sie sich im Alltag besser zu merken. Für Zahlen gibt es das Master System. Dabei werden (einfach ausgedrückt) Zahlen Buchstaben zugeordnet, aus denen sinnvolle Wörter und schließlich Sätze gebildet werden, die sich einfacher merken lassen als Zahlen. Die Methode klingt für mich zunächst ziemlich verrückt und sie macht mir Zahlen nicht unbedingt sympathischer, aber ich denke, dass es wirklich funktionieren kann. Ich habe den Vorsatz, mich auf diese Methode einzulassen. Zum Lernen von Fakten und Listen wird die Loci-Methode vorgestellt. Aus räumlichen Routen werden Routenpunkte, die mit Fakten oder Gegenständen belegt werden. Durch das imaginäre Abschreiten der Route kann ich mich dann wieder an das erinnern, was ich damit verknüpft habe. Die Methode kannte ich schon, ich habe sie aber noch nie mit vielen Routenpunkten ausprobiert. Das möchte ich unbedingt nachholen. Um sich Namen besser zu merken, beschreibt der Autor vier Grundmethoden. Da Namen sehr unterschiedlich sind (sie können eine eindeutige Bedeutung haben, aus zwei Wörtern mit Bedeutung bestehen oder auf den ersten Blick völlig unsinnig erscheinen) und auch noch mit einer Person / einem Gesicht verbunden werden müssen, gibt der Autor hier verschiedenen Tipps, die je nach Kategorie angewendet werden können und solche, die immer hilfreich und alltagstauglich sind, wenn wir neue Menschen kennen lernen. Außerdem wird die Mnemotechnik vorgestellt, bei der es darum geht, Merksätze, Reime, Schemata oder Grafiken zu nutzen, um sich etwas besser merken zu können. In einem anderen Kapitel gibt es weitere, weniger umfangreiche Tipps für den Alltag, um das Gedächtnis zu verbessern.

    Der Autor hat eindeutig ein Faible für Wettbewerbe und Höchstleistungen, was nicht wirklich meins ist. Über die kleinen Wettbewerbs-Anekdoten und den Gedächtnis-Quotienten-Test habe ich einfach hinweg gelesen. Der Test kann aber hilfreich sein, wenn man sein Vorher-nachher-Gedächtnis prüfen möchte. Die einzelnen Methoden sind nicht neu, werden vom Autor aber sehr gut und praxisnah vorgestellt. Es gibt Beispiele, Übungen und Tipps, so dass sich die Methoden sofort umsetzen und üben lassen. Insgesamt ein hilfreiches und empfehlenswertes Buch, um dem Gedächtnis ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Ohne Übung geht aber leider nix!

     

    Ich hoffe, bei meinen Lesetipps ist auch etwas für dich dabei!

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